LOKALANÄSTHESIE

LEARNING BY VIEWING – TECHNIKEN DER LOKALANÄSTHESIE IM VIDEOFORMAT

Spritzentechniken Demonstriert von Prof. Dr. Dr. Kämmerer

Je nach Eingriff und Verfassung des Patienten sollten Zahnärzte individuell über die zu verwendende Technik, die Wahl und die Dosierung des Lokalanästhetikums entscheiden. Universitätsprofessor Dr. Dr. Peer W. Kämmerer zeigt das genaue Vorgehen bei den Injektionen direkt am Patienten, geht auf die Indikationen ein und erläutert die Vor- und Nachteile.

 Intraligamentäre Anästhesie
 Infiltrationsanästhesie
 Leitungsanästhesie
 „Hohe“ Leitungsanästhesie (Gow-Gates-Technik)
 Palatinale Leitungsanästhesie
 Weitere Leitungsanästhesien

Die intraligamentäre Anästhesie leicht gemacht 

Die intraligamentäre Anästhesie, kurz ILA, stellt für viele Indikationen eine minimalinvasive Alternative zu den herkömmlichen Methoden dar. Wie die Injektion ganz einfach gelingt, zeigt Universitätsprofessor Dr. Dr. Peer W. Kämmerer in diesem Video.

Die Infiltrationsanästhesie einfach umgesetzt 

Die Infiltrationsanästhesie ist relativ atraumatisch, einfach umzusetzen und hat eine Erfolgsquote von 95 Prozent.1 Die meistgenutzte Technik eignet sich vor allem für reguläre konservierende, prothetische und chirurgische Eingriffe und sorgt für eine Pulpenanästhesie von ein bis zwei Zähnen pro Injektionsstelle sowie die Weichteilanästhesie im angrenzenden Gebiet. Und so funktioniert’s.

Die Leitungsanästhesie des Nervus alveolaris inferior sicher ausgeführt 

Gerade bei der Leitungsanästhesie am Nervus alveolaris inferior ist die Gefahr von Nervschädigungen, intravasalen Injektionen und Hämatombildungen erhöht. Daher ist sie bei antikoagulierten Patienten kontraindiziert. Wie die Injektion sicher erfolgen kann, zeigt der Experte hier.

Die „hohe“ Leitungsanästhesie (Gow-Gates-Technik) für hohe Erfolgsquoten 

Die Quote an Anästhesieversagern ist bei der Leitungsanästhesie des N. alveolaris inferior mit ca. 20 bis 25 Prozent recht hoch. Mit der „hohen“ Leitung, auch Gow-Gates-Technik genannt, lässt sich mit einer Injektion die ganze Unterkieferseite betäuben – mit einer Erfolgsquote von 95 Prozent.1 Und so geht’s.

Palatinale Leitungsanästhesien schmerzfrei durchführen 

Die palatinalen Leitungsanästhesien am Nervus palatinus major und am N. incisivus sind für Patienten besonders schmerzhaft. Kämmerer erklärt im Video, wie die Injektionen am Gaumen für den Patienten angenehmer erfolgen können und zeigt eine Alternative zur Anästhesie des N. incisivus auf.

Weitere Leitungsanästhesien als praktische Alternativen 

Neben der Leitungsanästhesie am N. alveolaris inferior und der palatinalen Nerven können im Unterkiefer der Nervus mentalis sowie der Nervus buccalis und im Oberkiefer der Nervus infraorbitalis anästhesiert werden. Letzterer kann zum Beispiel betäubt werden, wenn dort z. B. aufgrund eines Abszesses nicht direkt in die Gingiva infiltriert werden kann. Die Techniken erfordern darüber hinaus geringere Mengen des Lokalanästhetikums als bei multiplen Leitungsanästhesien.

Letzte Aktualisierung: 07.04.2021

REFERENZEN

MAT-DE-2101328-1.0-04/21

1 Daubländer M, „Lokalanästhesie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“, in: Aken, Hv und Wulf H (Hrsg.), Lokalanästhesie, Regionalanästhesie, Regionale Schmerztherapie (3. überarb. Auflage 2010), Thieme, Stuttgart, New York, 585–636.